Europa

Published on Mai 22nd, 2013 | by Sonja

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Erlebnisreise nach Görlitz

Die Stadt Görlitz wird liebevoll auch die östlichste Stadt Deutschlands genannt und ihre Ursprünge lassen sich bis in die späte Jungsteinzeit belegen. Görlitz befindet sich in Sachsen und bildet mit seiner Fläche von 67,22 qkm die größte Stadt der Oberlausitz.

Das ursprüngliche Stadtgebiet wurde durch die Lausitzer Neiße geteilt, welcher nach dem II. Weltkrieg als natürlicher Grenzfluss zu Polen galt. Die östlichen Stadtgebiete wurden durch diese Teilung zur polnischen Stadt Zgorzelec. Von den Bombardierungen und Zerstörungen im II. Weltkrieg blieb Görlitz weitestgehend verschont und so können noch heute alle Siedlungsentwicklungen Mitteleuropas in der historischen Altstadt von Görlitz  fast unverändert gezeigt bzw. besichtigt werden. In Görlitz finden sich ca. 4.000 restaurierte Baudenkmäler wieder. Im Altstadtgebiet finden sich vor allem Gebäude und Sakralbauten der Renaissance und Spätgotik und barocke Bürgerhäuser und im Umkreis der Altstadt Gründerzeitviertel. Sie zählt heute zu den am besten erhaltenen Altstädte in ganz Mitteleuropa. Die beiden Schwesternstädte Zgorzelec und Görlitz verstehen sich als Europastadt und arbeiten auf kultureller Ebene eng zusammen.

 

Sehenswertes:

Die Landeskrone ist das Wahrzeichen von Görlitz. Sie ragt 420 Meter über den Meeresspiegel und ist ein Basaltkegel, welcher durch vulkanische Aktivitäten entstand. Von der Landeskrone erblicken Besucher das Zittauer Gebirge, das Lausitzer Bergland und die Schneekoppe im polnischen Riesengebirge. Im Jahre 1901 wurde auf dem Südgipfel des Görlitzer Hausberges die 13 Meter hohe Bismarcksäule zu Ehren von Fürst Otto von Bismarck, welcher Ehrenbürger der Stadt Görlitz ist, errichtet.Das Altstadtfest findet seit 1994 einmal im Jahr statt und gilt als größte kulturelle Veranstaltung des gesamten Stadtgebietes. Bei diesem Stadtfest gilt als Besonderheit, dass nicht nur die Gaukler und Darsteller, sondern auch die Besucher, in mittelalterlicher Kleidung erscheinen.

Die unversehrte Altstadt von Görlitz ist seit Jahren ein beliebter Drehort für historische Filme. Bereits in den Jahren 1954 und 1955 wurden hier Filme wie „Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse“ und „Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse“ gedreht. Im Jahre 1980 folgte der Film „Der Gevatter Tod“. Der historische Ziegelbau der Landskronbrauerei wurde im Jahre 2002 kurzerhand in ein New Yorker Hafengebäude für den Film „In 80 Tagen um die Welt“ umgewandelt und auch Kate Winslet verweilte schon  in Görlitz, den auch die Dreharbeiten für den Film „Der Vorleser“ wurden nach „Görliwood“ verlegt. Auch Quentin Tarentino entdeckte für seinen Film „Inglourius Basterds“ Görlitz als idealen Drehort. Für Besucher wird eine entsprechende Stadtführung mit Filmkulissen angeboten. Auch eine Görlitzer Nachtwächter-Wanderung können Touristen erleben.Die Landskron Brauerei zählt zu den ältesten Industriedenkmälern in Deutschland, welche noch produzieren. Sie wurde im Jahre 1869 gegründet und der Gärungsraum aus dem selben Jahr steht heute unter Denkmalschutz. Seit dem Jahre 2003 wird hier einmal jährlich das „Landskron Braufest der Sinne“ mit verschiedenen Tanz- und Musikgruppen und einem großen Feuerwerk durchgeführt. Ganzjährig werden ebenfalls für Besucher Brauereiführungen mit anschließender Bierverkostung angeboten. Auf beiden Seiten der Neiße finden sich unzählige Übernachtungsmöglichkeiten und auch die Spitzengastronomie hat in der östlichsten Stadt Deutschland Einzug gehalten. Unzählige Bars, Restaurants und Kneipen in der Altstadt von Görlitz bieten einheimisches Bier und schlesische Spezialitäten an. Hotels in Görlitz und Zgorzelec bieten ihren Gästen vom günstigen Motel bis hin zur Luxusübernachtung eine breite Bandbreite.

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